Partnerschaft · Privat

Dreiecksbeziehung [Diabetes Blog Woche]

Hallöle,

WDD2018-16.9

Heute möchte ich im Rahmen der Special Edition der diabetes-blog-woche.de zum Weltdiabetestag 2018 ein Thema ansprechen, das in der Gesellschaft als Tabu gilt.

In meinem Leben gibt es nämlich 2 Männer und mich als Henne im Korb. Beide wissen voneinander und akzeptieren sich mehr oder minder.

Auf der einen Seite ist Florian, mein Lebenspartner aka „Typ F’ler“. Auf der anderen Seite steht Detlef…

Erwischt! was Ihr euch jetzt in eurem Köpfen ausgemahlt habt… schämt euch 😉

Detlef ist in Wahrheit der Name für meinen Diabetes – oder genauer mein Diabetes Monster und somit der ‚Insider‘ von Florian und mir.

Bestimmt hat schon mal jeder Begriffe gehört wie Diamonster oder Diasau oder bezeichnet seine Krankheit selbst so. Florian und ich sind noch weiter gegangen, wir haben meinem Diabetes sogar ein Gesicht gegeben – zumindest in unserer Vorstellung. Detlef heißt er weil ich so auf Alliterationen stehe: Detlef das Diabetesmonster.

Laut Florian ist Detlef ein kleines, grünes, flauschiges Monster mit vom Zucker verklebten Fell, großen Füßen und riesigen Glubschaugen.

Doch Detlef hat auch bestimmte Verhaltensweisen.

20181113_162901

Detlef hortet zum Beispiel gerne den Zucker aus meinem Blut und stopft es sich unters Fell wie ein gieriger, hungriger Waschbär. Seine Zucker-Klauberrei führt dann bei mir zu einer Hypo.

Wenn er dann ganz aufgedreht ist von dem ganzen Süßzeug, fängt er das Tanzen an wie wild. Beim Tanzen verliert Detlef wieder Zucker. Hat er richtig gute Laune und tanzt durch, dann schießt mein Blutzucker in die Höhe, weil der ganze Zucker den er sich dabei aus dem Fell schüttelt bei mir wieder ins Blut geht.

Detlef kann auch Achterbahn fahren und Limbo tanzen.

20181113_162515

Aber da wir immer gut zu Detlef sind bekommt er natürlich genug zu essen wenn er hunger hat.

Manche denken sich bestimmt, dass das alles doch total kindisch ist. Das mag sein! Aber während einer Hypo nicht nur die niederschmetternden Blutzuckerwerte auf dem Display zu sehen, sondern sich im Hinterkopf ein kleines grünes Monster vorzustellen, das fleißig Zuckerwürfel unter sein Fell schaufelt, macht das ganze gleich viel erträglicher.

Und sollten meine Kinder irgendwann das selbe bescheuerte Schicksal wie ich erleiden und in die Situation kommen sich täglich „die Nadel geben“ zu müssen, haben Sie wenigstens die liebsten und kreativsten Eltern, die Sie hoffentlich mit Geschichten über Ihr eigenes Diabetes Monster zum lachen bringen!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s