Unterwegs

Festivalexperience – Wenn’s hart zugeht

Am Samstag ging es für mich und mein Schätzle aufs Impericon Festival Leipzig. Neben guten Freunden von uns war natürlich auch das kleine Diamonster dabei und das wollte auf dem Festival natürlich mal wieder gaaanz viel Beachtung.

Hard and Heavy

Das Impericon Festival ist ein eintägiges Festival das einmal jährlich in mehreren Städten in Deutschland, Österreich und England stattfindet und den ganzen Tag andauert (ca. 11 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts). Die Musikrichtung deckt Metalcore, Post-Hardcore, Hardcore-Punk etc. ab. Also alles was schön laut und heavy ist 😉

Dementsprechend geht es natürlich auch im Publikum nicht zimperlich zu. Um die Vorurteile mal gleich aus dem Weg zu räumen: Die Meisten aus dieser Szene sind ganz liebe und friedliche Gestalten. Keiner kloppt sich, zündet irgendwas an oder springt dir ungefragt ins Gesicht. Wagt man sich auf einem Konzert aber dann in die Masse oder im Circle Pit oder in die Wall of Death sollte man schon nicht zart besaitet sein.

Wer am Rand steht ist natürlich safe – aber ganz ehrlich da hat man auch keine Spass 😉

Armer Omnipod! Armer Libre!

Wie das dem Omnipod und dem Sensor gefällt? Gar nicht natürlich!

2013 hatte ich den Omnipod auf dem Impericon Festival am Arm. Hielt so lange bis ich das erste mal richtig tief in der Masse war.

Deshalb habe ich mir diese Mal schon vorher Gedanken gemacht wo er hin kommt. Nach Abwägung meiner lieblings Pod Stellen kamen Bauch oder Unterschenkel in die engere Auswahl. Geworden ist es dann der Bauch und dort hat er auch super gehalten.

Nichts desto trotz habe ich lieber vorgesorgt und die Diabetes Tasche richtig voll gepackt: Ersatzpod, Pen + Kanülen, Tape und Saft ausreichend für 5 Hypos.

Der Libre hatte es leider nicht so leicht und hat im laufe des Nachmittags dann, trotzt Fixierung, aufgegeben.

Achtung Kontrolle!

Der ganze Dia-Stuff musste natürlich irgendwie mit aufs Gelände. In den meisten Festival AGB’s steht ganz klar „keine Nadeln, Messer, spitze Gegenstände…. Getränke etc.“.

Um mich abzusichern habe ich vorher mit der Hotline des Festivals telefoniert. Helfen konnte mir da pauschal natürlich auch keiner, jedoch hieß es, dass mit einem ärztlichen Attest die Sache leichter werden sollte. Ich hab mir dann von meinem Arzt ein „Flugattest“ mailen lassen und damit ging’s auch sehr unkompliziert.

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Tabuthema Alkohol

Alkohol und Diabetes ist eigentlich eines der klassischen Tabuthemen. Mit meinen 24 Jahren fühle ich mich inzwischen eigentlich auch zu alt für Komasaufen und hemmungslosen Exzessen. Aber am Festival gehört einfach das ein oder andere Bier dazu.

Während Andere genau Ihre Grenzen kennen und wissen wie viel sie vertragen, habe ich persönlich nie so eine pauschale Grenze gehabt. Am einen Tag macht mir der Alkohol gar nichts aus, am nächsten Tag liege ich nach einem Bier schon in der Ecke. Ob das jetzt am Dia liegt oder an mir – keine Ahnung.

Auch am Samstag haben wir natürlich ein paar Bierchen getrunken und um ganz ehrlich mit euch zu sein, ich habe meinen Schwipps auch gemerkt. Worauf ich jedoch sehr stolz bin, ist dass ich auch nachdem der Libre abgegangen ist, meine Werte super im Griff hatte und alle Stunde gemessen habe.

Meine Tipps für euer nächstes Festival

Zum Abschluss habe ich  noch den ein oder anderen Tipp für euch und euer nächstes Festival.

  1. Genug Ersatz einpacken –  Auch wenn ihr jetzt nicht wie ich verrückt in der Menge rum springt geht’s auf einem Festival oder Konzert eng und warm zu. Durch Schwitzen und unvorsichtige Bewegungen können Katheter, Sensoren etc. gerne mal flöten gehen. Auch ein Attest macht es euch leichter durch Kontrollen zu kommen.
  2. Pause machen – nehmt euch zwischen drin Zeit euren BZ zu messen, anständig zu essen und kurz zu verschnaufen.
  3. Alkohol ja aber Achtung – natürlich dürft Ihr gern was trinken aber bleibt verantwortungsvoll in Bezug auf euren Diabetes. Solang Ihr noch selbst in der Lage seid auf eure Werte zu reagieren ist eigentlich alles gut.

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