Partnerschaft · Privat

Love is in the Air – Die Mutation zum Typ F

Zu diesem Eintrag gibt es eine kleine Hintergrundgeschichte:

Vielleicht hat der Ein oder Andere von euch den Beitrag meines Freundes in der Blood Sugar Lounge gesehen. Was angefangen hatte als fixe Idee – „Schatzi du könntest doch auch mal was schreiben“ – hat in der Community guten Anklang gefunden und für mich dazu geführt, dass ich mich immer mehr mit Flo’s Perspektive auseinander gesetzt habe.

Um das Ganze besser verstehen zu können, müsst Ihr wissen, dass wir schon mal vor 5 Jahren zusammen waren. Damals gings nicht so gut aus, dank Fehlern auf beiden Seiten. Vor ca. 2 Jahren haben wir dann noch einen Anlauf gestartet und die Beziehung 2.0 läuft einfach traumhaft.

In Bezug auf meinen Diabetes kenne ich zwei Seiten von Flo. Der ignorante Egoist, der er mal war und der liebevolle, zuvorkommende Partner, der er – Gott sei Dank –  jetzt ist.

Flo war damals meine zweite (ernsthafte) Beziehung und der, der den Diabetes wahrscheinlich am härtesten abbekommen hat. Fairer Weise muss ich sagen, dass ich damals eine katastrophale Diabetikerin war. Doch lassen wir die Vergangenheit ruhen und springen in die Gegenwart.

Denn auch wenn wir uns beide in Bezug auf meinen Diabetes gebessert haben verlange ich immer noch viel von Flo – bewusst und unbewusst.

Klar muss er oft als mein Hypo-Bote fungieren wenn ich selbst nur noch wenig Kraft habe mir z.B. einen Saft zu holen.

Aber natürlich macht er auch Dinge unbewusst oder von selbst wie z.B. meinen Blutzucker noch einmal zu scanne bevor er einschläft.

Auch höre ich ab und an so Sätze wie „Das hat jetzt bestimmt ganz schön viele Kohlenhydrate“ oder „Schatz hast du deinen Sugarcase (da ist mein ganzes Diazeug drin) eingepackt“.

Wenn wir verreisen oder zusammen fürs Festival packen fragt er immer automatisch ob ich genug Ersatzequipment dabei habe. Es geht sogar schon so weit, dass er nachts meine Pumpe auf „schlummern schaltet“, wenn dieses piept weil sie in ein paar Stunden gewechselt werden möchte.

Ab und zu geht er mit zum Diabetologen und zur Beraterin. Er regt sich mit mir auf, wenn wieder die Krankenkasse rum zickt oder ein Libre Sensor nicht umgetauscht wurde.

Vieles hat er inzwischen schon so verinnerlicht, dass es Ihm wahrscheinlich selbst nicht mehr auffällt.

Doch die Moral von der Geschichte: All diese Dinge müsste er nicht tun wenn er eine „gesunde“ Partnerin hätte. Also sagt ab und an doch mal Danke zu euren Partnern und Typ F’lern. Danke, dass Sie das mit euch durchstehen Tag für Tag, in guten wie in schlechten Zeiten.

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